Unterwegs mit dem Wegewart: Hinter den Kulissen auf dem Aschaffenburger Höhenweg

14 km, 800 Hm, 7 Schneiden & 100 % Einsatz für den Alpenverein! 

Wenn Wegewart Jupp Sickenberger zum letzten Kontrollgang der Saison ins Zillertal ruft, heißt es: Rucksack packen! Für Jupp war es bereits das 20. (oder 25.!) Mal, für mich die dritte Begehung unseres Aschaffenburger Höhenwegs – aber dieses Mal mit exklusivem Blick hinter die Kulissen.

Was macht ein Wegewart eigentlich?

Der Aschaffenburger Höhenweg (auch bekannt als Siebenschneidensteig) hat es in sich: 8–10 Stunden Gehzeit, knackige Kraxeleien, steile Grashänge und rund 75 % anspruchsvolles Blockgelände. Unterwegs hieß es für uns, nicht nur gut konzentrieren (morgens waren die Felsen durch Frost und Reif spiegelglatt!), sondern vor allem:

  • Sicherheit vor Ort: Schrauben & Muttern an Seilversicherungen prüfen und nachziehen
  • Wegpflege: Lose Steine aus dem Weg räumen und Taue ausbessern
  • Biwak winterfest machen: Zaun zum Schutz vor Kühen abbauen, Brennholz spalten, Vorräte & Hüttenbuch checken, Kasse entleeren
     

Trotz schwerem Werkzeug-Rucksack blieb Zeit für ein sonniges Picknick am Aschaffenburger Biwak und tolle Begegnungen! Auf dem Weg trafen wir unter anderem Bergsteiger der Sektion Eifel und Wanderer auf dem Berliner Höhenweg, die voll des Lobes für die hervorragende Markierung und Pflege unseres Weges waren. 

Hüttenzauber & Ausklang

Ein riesiges Dankeschön an die Teams der Edelhütte und der Kasseler Hütte! Die herzliche Gastfreundschaft und das leckere Essen zeigen jedes Mal, wie stark die Gemeinschaft im Zillertal zusammenhält.

Danke, Jupp, für deinen unermüdlichen Einsatz für unsere Sektion und diese spannenden Einblicke!

Key Facts zum Aschaffenburger Höhenweg (Siebenschneidensteig)

Strecke: ca. 13 – 14 km | Dauer: 8 – 10 Std.
Terrain: steile Grashänge, seilversicherte Kraxelpassagen, ca. 75 % Blockwerk
Etappen: Edelhütte ➔ Aschaffenburger Biwak ➔ Kasseler Hütte
Wichtig: Nur bei gutem & trockenem Wetter begehbar! Trittsicherheit & Schwindelfreiheit erforderlich.
 
Bericht: Stephanie Arbeiter