Stubaier Spagetti-Runde im Stubaital

Tour-Nr. S 2026-07-13 vom 25.06. – 28.06.2026

Leitung: Christian Herkommer und Florian Ludwig

Vier Tage, drei Hütten, zahlreiche Dreitausender und jede Menge abwechslungsreiches Gelände – unsere diesjährige „Stubaier Spagetti-Runde“ führte uns, eine 9-köpfige Gruppe des DAV Aschaffenburg mit den Tourenleitern Christian und Florian, Ende Juni in die Stubaier Alpen.

Bereits am Donnerstag erfolgte die Anreise ins Stubaital. Nach dem Treffen der Gruppe im Talort begann direkt der gemeinsame Aufstieg zur Sulzenauhütte. Bei angenehmen Bedingungen stimmten wir uns auf die bevorstehenden Bergtage ein und ließen den Abend mit Vorfreude auf die geplante Überschreitung ausklingen.

 

Der Freitag begann früh. Von der Sulzenauhütte führte der Weg zunächst hinauf zur Seescharte. Von dort ging es über die Signalgipfel (3.393 m) weiter zum höchsten Punkt des Tages, dem Wilden Freiger (3.421 m). Bei guten Verhältnissen bot sich ein beeindruckendes Panorama auf die umliegenden Gipfel der Stubaier und Zillertaler Alpen. Der anschließende Abstieg über den Übeltalferner verlangte der Gruppe noch einmal einiges ab: Der tiefe, nasse Schnee machte den langen Hatscher mühsam und kräftezehrend. Schließlich erreichten wir jedoch zufrieden die Müllerhütte auf 3.145 m, wo wir den eindrucksvollen Tourentag ausklingen ließen.

 

Am Samstag stand mit dem Wilden Pfaff (3.456 m) der nächste Dreitausender auf dem Programm. Über den aussichtsreichen Felsgrat erreichten wir den Gipfel und genossen erneut fantastische Ausblicke. Anschließend führte die Route hinunter zum Pfaffensattel und weiter zum Pfaffenkogel. Von dort konnten wir bereits unser nächstes Etappenziel, die Hildesheimer Hütte, erkennen. Über das Pfaffenjoch erfolgte schließlich der Abstieg zur Hütte, wo wir nach einem weiteren abwechslungsreichen Bergtag herzlich empfangen wurden.

 

Am Sonntag hieß es Abschied nehmen von der hochalpinen Umgebung. Der Weg führte zunächst über die verbliebenen Reste des Gaiskarferners zur Baustelle der Eisjochbahn. Von dort wanderten wir über die Baustraße an der Eisgratstation vorbei hinunter zur Station Gamsgarten. Mit der Gondel ging es schließlich bequem zurück ins Tal, wo eine erlebnisreiche und unfallfreie Tour ihren Abschluss fand.

 

Die Spagetti-Tour bot alles, was das Herz von Hochtourengehern höherschlagen lässt: abwechslungsreiche Anstiege, ausgesetzte Grate, mehrere beeindruckende Dreitausender, Gletscherpassagen und gemütliche Hüttenabende. Trotz der anstrengenden Etappen und des tiefen Schnees am Übeltalferner überwogen die großartigen Bergerlebnisse und die gute Stimmung in der Gruppe. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die kameradschaftliche Atmosphäre und das umsichtige Miteinander – wir freuen uns schon auf die nächste gemeinsame Tour.

 

Bericht: Florian Ludwig