Tag 1 – Schönkahler: Nach der Anreise ging es direkt auf die erste Eingewöhnungstour zum Schönkahler. Bei rund 700 Hm Aufstieg stand neben dem Kennenlernen auch eine Lawinenübung auf dem Programm. Alle Teilnehmer sind erfolgreich und buddeln schnell den vergrabenen Rucksack aus dem angelegten Lawinenkegel aus. Ein rundum gelungener Auftakt. Wir stoßen auf den tollen Start mit einem Bier am Sektionsbus an, bevor es zu unserer Unterkunft beim Sunnawirt geht.
Tag 2 – Galtjoch: Heute führte die Tour auf das Galtjoch, ein Ziel, das sich auch bei schwierigen Verhältnissen gut anbietet. Rund 1000 Hm waren zu bewältigen. Am Gipfel angekommen, blies eine starke Windböe Kilians Brille vom Kopf - und weg war sie! Christoph hatte zum Glück Ersatz dabei.
Tag 3 – Regen und Alternativprogramm: Dauerregen machte an diesem Tag größere Pläne zunichte. Eva und Kilian entschieden sich dennoch für eine kurze Trainingstour entlang der Skipiste zum Hahnenkamm und freuten sich auf der Chilihütte anzukommen und völlig durchnässt eine heiße Schokolade zu trinken. Der Rest des Tages stand im Zeichen der Regeneration – ein Besuch in der Therme in Reutte sorgte für willkommene Entspannung.
Tag 4 – Krinnenspitze: Bei strahlendem Sonnenschein startete die Gruppe motiviert Richtung Krinnenspitze. Im oberen, steileren Teil erschien das Gelände bei anhaltender Lawinenwarnstufe 4 jedoch zu kritisch. Die Gruppe entschied sich daher konsequent für den Rückzug. Als Alternative wurde ein kleiner Gipfel am Farreneck mitgenommen. Die anschließende Einkehr auf der Krinnenalpe rundete die Tour perfekt ab.
Tag 5 – Bleispitze: Der fünfte Tag brachte bestes Wetter und deutlich entspanntere Verhältnisse. Ziel war die Bleispitze mit rund 1000 Hm Aufstieg. Los ging's von Bichlbächle. Bei hervorragenden Bedingungen wurde diese Tour zum alpinen Höhepunkt der Woche – Sonne, stabile Schneedecke und eine lohnende Abfahrt mit Firn sorgten für beste Stimmung.
Tag 6 – Planänderung wegen Lawinenschaden: Eigentlich sollte es auf die Engelspitze gehen. Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass eine Lawine eine Brücke im Zustiegsbereich zerstört hatte und die Tour damit nicht mehr sinnvoll möglich war. Als Alternative stieg die Gruppe Richtung Namloser Wetterspitze auf. Die Abfahrt wurde mit einer gemütlichen Einkehr im Bergdorf Fallerschein gekrönt. Prost!
Tag 7 – Brentenjoch: Zum Abschluss stand das Brentenjoch auf dem Programm. Aufgrund von Schneemangel mussten zunächst rund 250 Hm zu Fuß bewältigt werden. Die Mühen lohnten sich: oben erwarteten uns tolle Verhältnisse mit bestem Panorama. Kurz vor einem steileren Abschnitt entschieden wir uns wegen der tageszeitlichen Erwärmung und zunehmender Durchfeuchtung der Schneedecke für den Abbruch – eine vernünftige Entscheidung.
Als eigentlicher Höhepunkt wird uns die tolle Gruppe in Erinnerung bleiben. Jeder hat mit seiner Art zu einer sehr angenehmen Stimmung beigetragen und die Woche zu etwas Besonderem gemacht. Auch die Abende bleiben unvergesslich – nicht zuletzt dank Paul vom Sunnawirt, der mit seiner Musik für „beste“ Stimmung gesorgt hat :-)
Die Skitourenwoche zeigte eindrucksvoll, wie wichtig Flexibilität und umsichtiges Entscheiden im winterlichen Gebirge sind. Danke Christoph für deine Erfahrung, dein gutes Gespür und die souveräne Führung während der gesamten Woche!
Bericht: Kilian Seitz